Unsere Informationen zu Nutzung und Lebensdauer –

Ihre Anleitung für den richtigen Umgang mit Holz.

Das Naturprodukt Holz besitzt spezifische Eigenschaften. Diese zu kennen, hilft Ihnen Ihr Holzprodukt dauerhaft in einem optimalen Zustand zu erhalten. Nehmen Sie sich die Zeit und lesen Sie unsere allgemeinen Informationen und Tipps durch – es lohnt sich!

Witterungseinflüsse auf Holz

Witterungseinflüsse auf Holz

Kreative Gartenarchitektur und funktionelle, formschöne Holzbauten lassen sich nahezu grenzenlos realisieren. Verwenden Sie dauerhafte Holzarten wie z.B. Douglasie und Lärche. Diese Holzarten sind aufgrund ihrer natürlichen Inhaltsstoffe, die wie ein Holzschutz wirken, im Außenbreich einsetzbar. Sie lagern im Kernholz Inhaltsstoffe ein, die auf Schadorganismen toxisch, und somit als natürlicher Holzschutz wirken. 

Natrüliche Reaktionen von Holz bei Bewitterung:

  • Austritt von Harz
  • Vergrauen der Oberfläche
  • Formveränderungen / Rissbildung

Als zusätzlicher Schutz für unsere Outdoor wood® Produkte ist ein Pflegeanstrich immer von Vorteil. Er reduziert die natürliche Vergrauung und Rissbildung und steigert die Widerstandsfähigkeit gegenüber Witterungseinflüssen.

Konstruktiver Holzschutz

Konstruktiver Holzschutz

Neben der Holzauswahl und natürlicher Dauerhaftigkeit des Holzes sind baukonstruktive Maßnahmen für die Lebensdauer von großer Bedeutung. Ist Holz über einen längeren Zeitraum erhöhter Feuchtigkeit ausgesetzt, kommt es zu Schädigung durch Pilzbefall. Eine fachgerechte Planung und die Berücksichtigung des konstruktiven Holzschutzes bei der Ausführung kann das verhindern.

Bei stehenden, tragenden Holzbauteilen sollte grundsätzlich ein direkter Erdkontakt vermieden werden. Zum Schutz von Spritzwasser ist es gut, einen Mindestabstand (Aufständerung) von ca. 15 cm einzuhalten.

Bei liegenden Holzkonstruktionen ist ebenfalls direkter Erdkontakt zu vermeiden und ein ausreichender Abstand zum Untergrund einzuhalten. Damit kein Wasser stehen bleiben kann, müssen Terrassen ein leichtes Gefälle von 2 % aufweisen.

Maßnahmen zur Verlängerung der Dauerhaftigkeit von Holzkonstruktionen

Maßnahmen zur Verlängerung der Dauerhaftigkeit von Holzkonstruktionen

Wir empfehlen Ihnen, einige praktische Hinweise zu beachten, welche die Lebensdauer Ihrer Traumterrasse verlängern und Ihnen somit lange Zeit Freude an Ihrem neuen Lieblingsort gewähren!

  • Terrassendecks immer mit 2 % Gefälle in Längsrichtung der Profilierung errichten, dass Wasser ablaufen kann
  • rostfreie Edelstahlschrauben verwenden
  • direkten Erdkontakt vermeiden
  • Staunässe vermeiden
  • Auflagefläche zwischen Unterkonstruktion und Diele klein halten oder Abstandhalter verwenden
  • Fugenabstände von 5 bis 8 mm zwischen den Dielen und den Stirnseiten einhalten 
  • keine Metallarbeiten wie Flexen, Schleifen usw. auf Holzterrassen ausführen (Fleckenbildung)
  • Holzbauteile regelmäßig reinigen und pflegen (je nach Bewitterung 1-2 mal im Jahr)

Richtige Befestigung und Oberflächenbehandlung

Richtige Befestigung und Oberflächenbehandlung

Für die Befestigung von Holzbauteilen sind am besten rostfreie Edelstahlschrauben geeignet. Bei verzinkten Schrauben kann die Zinkschicht verletzt werden. Es kann zur Korrosion kommen und somit zu einer Verfärbung des Holzes. Auch reagieren gerbstoffreiche Hölzer wie Douglasie, Lärche oder Bankirai sowie WPC auf Kontakt mit Eisen und verfärben sich dunkel.

Im Freien verwendetes Holz ist stetig der Witterung ausgesetzt. UV-Strahlung und Regen wirken auf die Oberfläche ein. Die Holzbestandteile werden dadurch chemisch verändert und ausgewaschen. Das Holz vergraut so auf natürliche Weise. Durch eine Oberflächenbehandlung mit entsprechenden Anstrichen kann ein relativer Schutz vor Feuchte und UV-Strahlung erreicht werden. Um die Optik und Wirkung dauerhaft zu erhalten, muss regelmäßig – mindestens 1-2 Mal im Jahr – nachgestrichen werden.

Gebrauchsklassen für Holz und Holzprodukte gemäß DIN EN 335-1

Gebrauchsklassen für Holz und Holzprodukte gemäß DIN EN 335-1

Die Lebensdauer von Holzbauteilen im Außenbereich kann durch die Anwendung des konstruktiven Holzschutzes erheblich verlängert werden. Ohne ihn kann die Gebrauchsdauer durch lokale Gegebenheiten (hohe Umgebungsfeuchte, Wasserkontakt, keine Hinterlüftung usw.) stark beeinflusst werden. Dagegen kann eine günstige Einbausituation, z. B. ohne Erdkontakt, mit Abdeckung, ebenfalls die Lebensdauer deutlich verlängern.

Klassifikation der Dauerhaftigkeit von Holz

Klassifikation der Dauerhaftigkeit von Holz

Bezüglich der Dauerhaftigkeit des Kernholzes gegen holzzerstörende Pilze für Holzbauteile im Erdkontakt existiert eine Klassifikation, die unseren Kunden einen guten Überblick über die Nutzungsdauer ausgewählter Holzarten und deren Modifikationen gibt.

Die Angaben über die Lebenserwartungen unter gemäßigten Klimabedingungen sind nur eine Orientierung über die Verhältnisse der Lebensdauer der Klassen zueinander. Es sind keine exakten Angaben über die konkrete Lebensdauer möglich, da diese sehr stark von den individuellen Umgebungsbedingungen und konstruktiven Maßnahmen abhängig sind. Deshalb unterliegen sie auch keiner Gewährleistung.

 

Schönheitsfehler

Schönheitsfehler

Schönheitsfehler

Unsere Vollholzprodukte unterliegen strengen Qualitätskriterien (gemäß Tegernseer Gebräuchen). Je nach Holzart zeichnen sich einzelne Holzprofile durch ein natürliches Farbspiel aus. Dieses unterschiedliche Farbspiel verleiht dem Produkt ein lebendiges Aussehen und unterstreicht den natürlichen, individuellen Charakter des Holzes und ist kein Sortierkriterium.


Natürliche Witterungseinflüsse wie Sonne, Feuchtigkeit und UV-Strahlung wirken sich je nach Holzart unterschiedlich auf das Holz aus. So können sich Risse bilden, die aber keinen Einfluss auf die Haltbarkeit haben. Rissbildung ist eine natürliche Holzeigenschaft und kein Anlass für eine Beanstandung.


Je nach Holzart, Herkunft und wachstumsbedigten Einflüssen kann die Anzahl und Größe der Äste variieren. Sie sind kein Mangel, ihre Anzahl und Größe ist nicht beschränkt. Vereinzelt aussgeschlagene Kantenäste und Ausrisse im Astbereich lassen sich nicht immer vermeiden und haben keinen Einfluss auf die Haltbarkeit des Holzes. Gleiches gilt für farblich behandelte Hölzer. Holz ist ein natürlicher Werkstoff der „arbeitet“. Daher kann es unter dem Einfluss der Umgebungsluftfeuchtigkeit zu Maßveränderung der Holzprofile in Stärke und Breite kommen (bis zu 10 %). Dieses Verhalten nennt man Quellen und Schwinden und sollte bei der Planung berücksichtigt werden.


Die angegebenen Profil- und Brettmaße sind Berechnungsmaße, die im Terrassenbereich in der Länge bis zu 5 cm und in der Breite bis zu 1 cm vom tatsächlichen Maß abweichen können.


Bei natürlich gewachsenen Werkstoffen kann es zu mäßigem und vereinzelt auch zu starkem Verzug kommen. Der richtige Abstand der Unterkonstruktion
kann dem Verzug entgegenwirken. Bereits verzogene Terrassendielen können beim Zuschneiden „gesund gekappt“ werden. Durch bauseitigen Zuschnitt kann
der Verzug vermindert werden. Nicht jedes Brett kann in der ganzen Länge verzugsfrei sein.